Der Druck auf heimische Betriebe nimmt weiter zu
Zu Beginn hob der Kärntner Landwirtschaftskammerpräsident Siegfried Huber die für die Landwirtschaft herausfordernde Lage und die fraktionsübergreifende Einigkeit bei zentralen, aktuellen agrarpolitischen Themen hervor, insbesondere bei Mercosur und der geplanten 380-kV-Hochspannungsleitung. Die betroffenen Grundeigentümer haben die Landwirtschaftskammer beauftragt, in ergebnisoffene Verhandlungen mit APG und KNG zu treten. Diese laufen bereits, gestalten sich jedoch schwierig.
380 kV-Leitung
„Es wird ein langer Weg, und wir werden hart verhandeln“, betonte Huber. Zur Vorbereitung wurden Erfahrungen aus langjährigen Verfahren in Salzburg und betroffenen Gemeinden eingeholt. Oberstes Ziel ist eine faire Entschädigung, die Nutzungseinschränkungen wie auch Wertverluste berücksichtigt. Huber warnte vor vorschnellen Einzelabschlüssen und stellte klar: „Sollten bessere Konditionen erreicht werden, sind Nachzahlungen für alle vorzunehmen.“
Politisch verwies der LK-Präsident auf die enge Zusammenarbeit mit dem Land Kärnten und dankte dem ehemaligen Landeshauptmann Peter Kaiser für die langjährige, konstruktive Zusammenarbeit. Agrarlandesrat LHStv. Martin Gruber setze sich konsequent für die bäuerlichen Interessen ein. Dank der guten Zusammenarbeit, nehme Kärnten in mehreren Bereichen eine Vorreiterrolle ein, beispielsweise in Wolf- und Biberverordnung. Beim Wolfsmanagement wird weiterhin auf einen klaren, rechtlich abgesicherten Kurs gesetzt, was kürzlich von Rechtsexperte Prof. Dr. Roland Norer nochmals bekräftigt wurde. Die derzeit in Begutachtung befindliche Novelle der Risikowolfverordnung soll auch weiterhin notwendige Entnahmen ermöglichen. Für den Sommer ist ein Alpenländischer Wolfsgipfel in Hermagor geplant, um abgestimmte Lösungen mit den Nachbarstaaten zu erarbeiten. Der Handlungsdruck bleibt hoch, da die Bestände im Alpenraum weiter steigen.
Politisch verwies der LK-Präsident auf die enge Zusammenarbeit mit dem Land Kärnten und dankte dem ehemaligen Landeshauptmann Peter Kaiser für die langjährige, konstruktive Zusammenarbeit. Agrarlandesrat LHStv. Martin Gruber setze sich konsequent für die bäuerlichen Interessen ein. Dank der guten Zusammenarbeit, nehme Kärnten in mehreren Bereichen eine Vorreiterrolle ein, beispielsweise in Wolf- und Biberverordnung. Beim Wolfsmanagement wird weiterhin auf einen klaren, rechtlich abgesicherten Kurs gesetzt, was kürzlich von Rechtsexperte Prof. Dr. Roland Norer nochmals bekräftigt wurde. Die derzeit in Begutachtung befindliche Novelle der Risikowolfverordnung soll auch weiterhin notwendige Entnahmen ermöglichen. Für den Sommer ist ein Alpenländischer Wolfsgipfel in Hermagor geplant, um abgestimmte Lösungen mit den Nachbarstaaten zu erarbeiten. Der Handlungsdruck bleibt hoch, da die Bestände im Alpenraum weiter steigen.
Wirtschaftslage
Während die wirtschaftliche Lage Ende 2025 positiv war, hat sich die Situation zu Jahresbeginn deutlich eingetrübt. Steigende Betriebsmittelkosten infolge geopolitischer Entwicklungen treffen auf sinkende Erzeugerpreise. Besonders bei Schlachtrindern wurde ein Rückgang von 11 % innerhalb eines Monats verzeichnet. Ebenso herausfordernd ist die Situation für den Ackerbau, angesichts steigender Betriebsmittelkosten und der anhaltenden Trockenheit.
Am Holzmarkt wurde die zuletzt gestiegene Nachfrage durch die angespannte gesamtwirtschaftliche Lage gebremst. Klar sei auch, wer sich durch einen Schlussbrief absicherte, konnte sich vor Preissenkungen schützen. Jedoch bleiben solche unternehmerischen Entscheidungen weiterhin in der Eigenverantwortung der Betriebe. Nach Sturm- und Käferschäden wurden nun im Lesachtal über 120 ha Wald durch einen Brand zerstört.
Huber dankte den Einsatzkräften und freiwilligen Helfern: „Die Logistik der Feuerwehren und die Freiwilligkeit aller Helfer sind bewundernswert.“ Angesichts der anhaltenden Trockenheit bleibt die Waldbrandgefahr hoch. Die Landwirtschaftskammer Kärnten fordert eine Entschädigung für Vollerwerbsbäuerinnen und -bauern, die als Einsatzkräfte und freiwillige Helferinnen und Helfer tätig sind. Die LK Kärnten richtete ein entsprechendes Schreiben an die Bundesregierung.
Bei der Blauzungenkrankheit liegt die Durchimpfungsrate derzeit bei rund 60 % bei Rindern sowie 50 % bei Schafen und Ziegen. Huber rief zur weiteren Teilnahme an der Impfaktion auf, da die Gefahr noch nicht gebannt ist.
Am Holzmarkt wurde die zuletzt gestiegene Nachfrage durch die angespannte gesamtwirtschaftliche Lage gebremst. Klar sei auch, wer sich durch einen Schlussbrief absicherte, konnte sich vor Preissenkungen schützen. Jedoch bleiben solche unternehmerischen Entscheidungen weiterhin in der Eigenverantwortung der Betriebe. Nach Sturm- und Käferschäden wurden nun im Lesachtal über 120 ha Wald durch einen Brand zerstört.
Huber dankte den Einsatzkräften und freiwilligen Helfern: „Die Logistik der Feuerwehren und die Freiwilligkeit aller Helfer sind bewundernswert.“ Angesichts der anhaltenden Trockenheit bleibt die Waldbrandgefahr hoch. Die Landwirtschaftskammer Kärnten fordert eine Entschädigung für Vollerwerbsbäuerinnen und -bauern, die als Einsatzkräfte und freiwillige Helferinnen und Helfer tätig sind. Die LK Kärnten richtete ein entsprechendes Schreiben an die Bundesregierung.
Bei der Blauzungenkrankheit liegt die Durchimpfungsrate derzeit bei rund 60 % bei Rindern sowie 50 % bei Schafen und Ziegen. Huber rief zur weiteren Teilnahme an der Impfaktion auf, da die Gefahr noch nicht gebannt ist.
Blick nach vorne
Im Jahr 2026 könnten bereits wesentliche Entscheidungen zur Ausgestaltung der neuen GAP-Periode (Gemeinsame Agrarpolitik) ab 2028 fallen. Die aktuellen Vorschläge der EU-Kommission sehen Kürzungen vor, die Huber als „inakzeptabel“ bezeichnete. Vielmehr bräuchte es eine Inflationsabgeltung der GAP-Mittel und eine weitere Kurskorrektur der EU-Agrarpolitik.
Wie in der Resolution für ein Sieben-Punkte-Programm zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der bäuerlichen Betriebe einstimmig beschlossen, braucht es zudem eine Entbürokratisierungsoffensive durch Abschaffung von Aufzeichnungsverpflichtungen und praxisfremden Bewirtschaftungsauflagen sowie eine Rücknahme sämtlicher Vorschriften aus dem Green Deal, welche zulasten der Land- und Forstwirtschaft beschlossen wurden.
Neben dem Schutz des Eigentums bleibt im Jahr 2026 auch die Rolle der Landwirtschaftskammer als starke Stimme für die Landwirtschaft in der Gesellschaft ein Thema. Mit einer Kampagne „Auf uns ist Verlass“ soll die Bedeutung der heimischen Produktion weiterhin stärker ins Bewusstsein gerückt werden.
Die Sicherstellung einer flächendeckenden tierärztlichen Versorgung bleibt ein Schwerpunktthema für die LK im Jahr 2026. „Entscheidend ist, dass im Bedarfsfall rasch ein Tierarzt zur Verfügung steht“, betonte Huber und versicherte, auch zukünftig entsprechende Maßnahmen zu verfolgen.
Die Vollversammlung ist die letzte vor der Wahl im Oktober. Huber zog eine positive Bilanz über die Legislaturperiode: „Wir haben viel erreicht.“ Beispielhaft hob Huber die Möglichkeit zur Bejagung von Wölfen in Kärnten, die Laborfleisch-Petition und den Umbau des Bildungshauses Schloss Krastowitz hervor. Trotz unterschiedlicher Positionen sei stets das gemeinsame Ziel im Mittelpunkt gestanden: das Wohl und die Weiterentwicklung der bäuerlichen Betriebe in Kärnten.
Mag. Inge Della Pietra, Leiterin des Referates Interne Dienste und KAD-Stellvertreterin, präsentierte nach 26 Jahren Tätigkeit für die LK ihren letzten Rechnungsabschluss und erhielt für ihre verdienstvolle Tätigkeit viel Lob, Respekt und Wertschätzung – und das Goldene Ehrenzeichen der Landwirtschaftskammer Kärnten.
Wie in der Resolution für ein Sieben-Punkte-Programm zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der bäuerlichen Betriebe einstimmig beschlossen, braucht es zudem eine Entbürokratisierungsoffensive durch Abschaffung von Aufzeichnungsverpflichtungen und praxisfremden Bewirtschaftungsauflagen sowie eine Rücknahme sämtlicher Vorschriften aus dem Green Deal, welche zulasten der Land- und Forstwirtschaft beschlossen wurden.
Neben dem Schutz des Eigentums bleibt im Jahr 2026 auch die Rolle der Landwirtschaftskammer als starke Stimme für die Landwirtschaft in der Gesellschaft ein Thema. Mit einer Kampagne „Auf uns ist Verlass“ soll die Bedeutung der heimischen Produktion weiterhin stärker ins Bewusstsein gerückt werden.
Die Sicherstellung einer flächendeckenden tierärztlichen Versorgung bleibt ein Schwerpunktthema für die LK im Jahr 2026. „Entscheidend ist, dass im Bedarfsfall rasch ein Tierarzt zur Verfügung steht“, betonte Huber und versicherte, auch zukünftig entsprechende Maßnahmen zu verfolgen.
Die Vollversammlung ist die letzte vor der Wahl im Oktober. Huber zog eine positive Bilanz über die Legislaturperiode: „Wir haben viel erreicht.“ Beispielhaft hob Huber die Möglichkeit zur Bejagung von Wölfen in Kärnten, die Laborfleisch-Petition und den Umbau des Bildungshauses Schloss Krastowitz hervor. Trotz unterschiedlicher Positionen sei stets das gemeinsame Ziel im Mittelpunkt gestanden: das Wohl und die Weiterentwicklung der bäuerlichen Betriebe in Kärnten.
Mag. Inge Della Pietra, Leiterin des Referates Interne Dienste und KAD-Stellvertreterin, präsentierte nach 26 Jahren Tätigkeit für die LK ihren letzten Rechnungsabschluss und erhielt für ihre verdienstvolle Tätigkeit viel Lob, Respekt und Wertschätzung – und das Goldene Ehrenzeichen der Landwirtschaftskammer Kärnten.
Ehre wem Ehre gebührt
Mag. Inge Della Pietra, Leiterin des Referates Interne Dienste und stellvertretende Kammeramtsdirektorin, wurde im Rahmen der Vollversammlung für ihre langjährigen Verdienste geehrt: 26 Rechnungsabschlüsse, 15 Jahre als Referatsleiterin und ein Jahrzehnt als stellvertretende Kammeramtsdirektorin prägen ihr Wirken, ebenso wie wichtige Meilensteine, die unter ihrer Führung umgesetzt wurden. Auf einstimmigen Beschluss des Vorstandes wurde ihr die höchste Auszeichnung der LK, das Goldene Ehrenzeichen, verliehen.
Sichtlich bewegt zeigte sich Mag. Inge Della Pietra bei ihren Abschiedsworten. Sie dankte allen Wegbegleitern für Unterstützung und Zuspruch in herausfordernden Zeiten und betonte die Bedeutung des Miteinanders: „Ein großer Dank an mein Team. Denn nur ein Team schafft und meistert Herausforderungen.“
Sichtlich bewegt zeigte sich Mag. Inge Della Pietra bei ihren Abschiedsworten. Sie dankte allen Wegbegleitern für Unterstützung und Zuspruch in herausfordernden Zeiten und betonte die Bedeutung des Miteinanders: „Ein großer Dank an mein Team. Denn nur ein Team schafft und meistert Herausforderungen.“