Das A und O des Anbaus von Sommergetreide in Kärnten
Eines gleich vorweg, der Sommergetreideanbau hat in den vergangenen beiden Jahrzehnten auch in Kärnten enorm an Bedeutung verloren. Also warum dennoch anbauen?
Nach wie vor wird Sommergetreide (wie Sommergerste, Hafer, Sommerweizen) angebaut,
2025 hat uns auch gezeigt, dass mit Sommergetreide durchaus gute Erträge und Qualitäten zu erzielen sind.
Nach wie vor wird Sommergetreide (wie Sommergerste, Hafer, Sommerweizen) angebaut,
- um die Fruchtfolge zu erweitern
- um Schädlinge und Krankheiten zu bekämpfen
- als Futtermittel speziell die Sommergerste
- als Braugerste und damit als Lebensmittel
2025 hat uns auch gezeigt, dass mit Sommergetreide durchaus gute Erträge und Qualitäten zu erzielen sind.
Sommergerste
Sommergerste ist in vier Monaten druschreif - es bleibt nur wenig Zeit, um grobe Fehler zu verzeihen.
Früher Anbau
Der Anbau der Sommergerste muss früh unter möglichst optimalen Bodenbedingungen erfolgen. Das sensible Wurzelsystem der Sommergerste erfordert Böden in sehr gutem Garezustand, der Pflanze muss von Anfang die Möglichkeit gegeben werden, den Boden störungsfrei durchwurzeln zu können. Nur dann schafft sie es, die zur Verfügung gestellten Nährstoffe auch in angemessener Zeit aufzunehmen.
Konkurrenz ausschalten
Aufgrund des schwachen Wurzelsystems und der kurzen Wuchslänge sind Sommergersten nur schwer in der Lage, sich erfolgreich gegen die Konkurrenz von Unkräutern zu behaupten. Sowohl im Wettkampf um Nährstoffe und Wasser im Boden als auch im oberirdischen Bereich um Licht bedarf es produktionstechnischer Regulierung.
Düngen mäßig, aber die Zeitpunkte nicht versäumen
Sommergersten stellen absolut gesehen keine großen Ansprüche an die Nährstoffversorgung. Wichtig bleibt allerdings die Kontinuität der Versorgung. Insbesondere die Anschlussdüngung zu Ende der Bestockung bzw. in den Schossbeginn darf nicht versäumt werden. Vor allem geht es zu diesem Zeitpunkt darum, eine zu starke Reduktion der ährentragenden Triebe zu vermeiden - besonders in Trockenphasen.
Krankheiten in Schach halten
Im Vergleich zur Wintergerste weist die Sommergerste eine geringe Blattfläche auf - speziell beim Fahnenblatt auffällig zu beobachten. Umso wichtiger ist es daher, die Entwicklung von Blattkrankheiten ab Schossbeginn laufend zu evaluieren. Zwergrost, Netzflecken und Rynchosporium-Blattflecken können sich bei empfindlichen Sorten und passender Witterung rasch ausbreiten. Noch gnadenloser kommt Ramularia um das Ährenschieben bis nach der Blüte daher. Gegen diese Krankheit sind praktisch alle Sorten hoch empfindlich.
Worauf zu achten ist
Um die kurze Vegetationszeit der Sommergerste optimal zu nutzen, ist ein frühzeitiger Anbau unter günstigen Bedingungen erforderlich. Die rechtzeitige und schonende Unkrautkontrolle sorgt für eine ungestörte Entwicklung. Die Nährstoffversorgung muss auf die kurzen physiologischen Entwicklungsstadien Bedacht nehmen. Eine sorgfältige Überwachung der Blattgesundheit ermöglicht in der Abreife eine vollständige Kornfüllung. Auch das Getreidehähnchen ist ein wesentlicher Räuber an Assimilationsfläche, ständige Kontrolle ist hier angesagt.
Früher Anbau
Der Anbau der Sommergerste muss früh unter möglichst optimalen Bodenbedingungen erfolgen. Das sensible Wurzelsystem der Sommergerste erfordert Böden in sehr gutem Garezustand, der Pflanze muss von Anfang die Möglichkeit gegeben werden, den Boden störungsfrei durchwurzeln zu können. Nur dann schafft sie es, die zur Verfügung gestellten Nährstoffe auch in angemessener Zeit aufzunehmen.
Konkurrenz ausschalten
Aufgrund des schwachen Wurzelsystems und der kurzen Wuchslänge sind Sommergersten nur schwer in der Lage, sich erfolgreich gegen die Konkurrenz von Unkräutern zu behaupten. Sowohl im Wettkampf um Nährstoffe und Wasser im Boden als auch im oberirdischen Bereich um Licht bedarf es produktionstechnischer Regulierung.
Düngen mäßig, aber die Zeitpunkte nicht versäumen
Sommergersten stellen absolut gesehen keine großen Ansprüche an die Nährstoffversorgung. Wichtig bleibt allerdings die Kontinuität der Versorgung. Insbesondere die Anschlussdüngung zu Ende der Bestockung bzw. in den Schossbeginn darf nicht versäumt werden. Vor allem geht es zu diesem Zeitpunkt darum, eine zu starke Reduktion der ährentragenden Triebe zu vermeiden - besonders in Trockenphasen.
Krankheiten in Schach halten
Im Vergleich zur Wintergerste weist die Sommergerste eine geringe Blattfläche auf - speziell beim Fahnenblatt auffällig zu beobachten. Umso wichtiger ist es daher, die Entwicklung von Blattkrankheiten ab Schossbeginn laufend zu evaluieren. Zwergrost, Netzflecken und Rynchosporium-Blattflecken können sich bei empfindlichen Sorten und passender Witterung rasch ausbreiten. Noch gnadenloser kommt Ramularia um das Ährenschieben bis nach der Blüte daher. Gegen diese Krankheit sind praktisch alle Sorten hoch empfindlich.
Worauf zu achten ist
Um die kurze Vegetationszeit der Sommergerste optimal zu nutzen, ist ein frühzeitiger Anbau unter günstigen Bedingungen erforderlich. Die rechtzeitige und schonende Unkrautkontrolle sorgt für eine ungestörte Entwicklung. Die Nährstoffversorgung muss auf die kurzen physiologischen Entwicklungsstadien Bedacht nehmen. Eine sorgfältige Überwachung der Blattgesundheit ermöglicht in der Abreife eine vollständige Kornfüllung. Auch das Getreidehähnchen ist ein wesentlicher Räuber an Assimilationsfläche, ständige Kontrolle ist hier angesagt.
Sommerweizen
Der Sommerweizen spielt auf Kärntner Feldern eine untergeordnete Rolle. Wenn der Standort passt, dann kann diese Getreideart eine lukrative Kultur sein. Sommerweizen hat spezielle Bedürfnisse, was Boden und Standort anbelangt. Wenn diese Ansprüche erfüllt werden können, sorgt diese Kultur auf Ihrem Betrieb für wirtschaftlichen Erfolg!
Ansprüche an den Boden
Die Bodenbonität hat nicht nur auf die Ertragshöhe, sondern auch auf die erzielbaren Qualitäten großen Einfluss. Sommerweizen hat eine Vegetationszeit von 130 - 150 Tagen. Die besonders kritische Phase der Kornfüllung fällt in Kärnten sehr häufig mit einer Periode der Vorsommertrockenheit zusammen. Unter solchen Bedingungen ist Sommerweizen auf eine kontinuierliche und ausreichend hohe Wasserspeicher-Kapazität des gewählten Standortes angewiesen. Steht unter Hitzestress zu wenig Wasser zur Verfügung, gerät die Pflanze sehr schnell an ihre physiologischen Grenzen und reagiert mit Notreife. Die Kornausbildung leidet dabei enorm, wobei die erzielbaren Proteingehalte recht hoch liegen, das Hektolitergewicht aber stark vermindert wird.
Anbau und Düngung
Sommerweizen muss als ausgesprochene Langtagpflanze möglichst früh angebaut werden. Er ist toleranter gegenüber suboptimalen Bodenverhältnissen als Sommergerste, eingearbeitete Strohmatten machen aber auch Sommerweizen Probleme.
Aussaatmengen
Während Mitte März noch rund 350 Körner/m² ausreichen, sollten die Saatmengen gegen Ende März oder gar in den April hinein deutlich angehoben werden (400 - 450 Körner/m²).
Die Stickstoffdüngung richtet sich bezüglich Gesamthöhe nach der Ertragserwartung, hinsichtlich des Produktionsziels muss die Aufteilung entsprechend gestaltet werden. Soll Futterweizen produziert werden, wird grob gesprochen je ein Drittel der Gesamtstickstoffmenge zum Anbau, zu Schossbeginn bzw. ins Fahnenblatt gedüngt. Beim Produktionsziel Mahlweizen müssen je 5 - 10% der N-Mengen der ersten beiden Gaben ins beginnende Ährenschieben verlegt werden. Die N-Aufteilung kann dann in etwa zu je 30% zum Anbau bzw. zu Schossbeginn und zu 40% als Spätgabe erfolgen.
Ansprüche an den Boden
Die Bodenbonität hat nicht nur auf die Ertragshöhe, sondern auch auf die erzielbaren Qualitäten großen Einfluss. Sommerweizen hat eine Vegetationszeit von 130 - 150 Tagen. Die besonders kritische Phase der Kornfüllung fällt in Kärnten sehr häufig mit einer Periode der Vorsommertrockenheit zusammen. Unter solchen Bedingungen ist Sommerweizen auf eine kontinuierliche und ausreichend hohe Wasserspeicher-Kapazität des gewählten Standortes angewiesen. Steht unter Hitzestress zu wenig Wasser zur Verfügung, gerät die Pflanze sehr schnell an ihre physiologischen Grenzen und reagiert mit Notreife. Die Kornausbildung leidet dabei enorm, wobei die erzielbaren Proteingehalte recht hoch liegen, das Hektolitergewicht aber stark vermindert wird.
Anbau und Düngung
Sommerweizen muss als ausgesprochene Langtagpflanze möglichst früh angebaut werden. Er ist toleranter gegenüber suboptimalen Bodenverhältnissen als Sommergerste, eingearbeitete Strohmatten machen aber auch Sommerweizen Probleme.
Aussaatmengen
Während Mitte März noch rund 350 Körner/m² ausreichen, sollten die Saatmengen gegen Ende März oder gar in den April hinein deutlich angehoben werden (400 - 450 Körner/m²).
Die Stickstoffdüngung richtet sich bezüglich Gesamthöhe nach der Ertragserwartung, hinsichtlich des Produktionsziels muss die Aufteilung entsprechend gestaltet werden. Soll Futterweizen produziert werden, wird grob gesprochen je ein Drittel der Gesamtstickstoffmenge zum Anbau, zu Schossbeginn bzw. ins Fahnenblatt gedüngt. Beim Produktionsziel Mahlweizen müssen je 5 - 10% der N-Mengen der ersten beiden Gaben ins beginnende Ährenschieben verlegt werden. Die N-Aufteilung kann dann in etwa zu je 30% zum Anbau bzw. zu Schossbeginn und zu 40% als Spätgabe erfolgen.
Sommerweizensorten 2026
- WPB Troy: WPB Troy ist eine neue ertragsstarke Mahlweizensorte (Qualitätsgruppe 5). Die Auswuchsfestigkeit - damit auch die Fallzahlstabilität dieser Sorte - ist sehr gut ausgeprägt. WPB Troy weist eine mittlere Reifezeit und Standfestigkeit auf. WPB Troy ist für den intensiven Einsatz geeignet.
- Liskamm: Die Sorte Liskamm ist ein Qualitätsweizen der Gruppe 7 mit sehr guten Ertragsleistungen. Liskamm reift mittelfrüh ab, die Sorte weist trotz ihres relativ langen Wuchses eine sehr gute Standfestigkeit auf. Die gute Blattgesundheit - insbesondere hinsichtlich Rostkrankheiten - prädestiniert Liskamm für den biologischen Anbau. Liskamm erzielt hohe Rohproteinwerte bei gleichzeitig guter Auswuchstoleranz.
- Kärntner Früher: Diese alte Sorte ist nach wie vor erste Adresse in Randlagen des Getreideanbaues. Die Sorte reift sehr früh ab, wird sehr langstrohig. Die Anfälligkeit gegenüber Rostkrankheiten ist hoch. Kärntner Früher ist als Qualitätsweizen der Gruppe 7 eingestuft und ermöglicht in der Praxis die Produktion von backfähigem Weizen mit verhältnismäßig geringem Einsatz von Stickstoff.
Sommerhafer
Wer Hafer anbauen will, sollte sich vorab über Vermarktungsmöglichkeiten und Qualitätsanforderungen informieren. Als maßgebliches Kriterium für die Haferqualität wird das Hektolitergewicht angesehen. Das HLG muss für Futterhafer mindestens 48 kg betragen, für Qualitätshafer werden in der Regel mindestens 50 kg gefordert. Um das zu erreichen, müssen der Kultur in der Kornbildungsphase ausreichend Nährstoffe, genügend Wasser und auch ein intakter Blattapparat zur Verfügung stehen. Pflanzenbauliche Argumente sprechen für den Hafer.
Fruchtfolge
Fruchtfolge
- Hafer stellt an die Vorfrucht geringe Ansprüche. Auch unter widrigen Bedingungen kann sich Hafer behaupten.
- Andererseits ist Hafer für nahezu alle Folgekulturen eine gute Vorfrucht, besonders in getreidebetonten Fruchtfolgen wirkt Hafer durch seine Resistenz gegen Halmbruch und Schwarzbeinigkeit als Gesundungsfrucht.
- Hafer kommt auch mit geringwertigen Standorten gut zurecht - sofern die Wasserversorgung während der Blüte und Kornausbildung gewährleistet ist.
- Hafer lohnt aber auch bessere Standortbedingungen mit höheren, vor allem aber sicheren Erträgen.
- Durch seine hohen Wasseransprüche profitiert Hafer in kühleren Lagen.
- Hafer kommt insbesondere durch seine gute Wurzelleistung mit knappem Nährstoffangebot besser zu Rande als andere Getreidearten.
- Hafer lohnt aber trotzdem eine gute Grund-Nährstoffversorgung mit steigenden Erträgen.
- Hinsichtlich des N-Angebots sind ein vernünftiges Mittelmaß und ein gutes Augenmaß gefragt: Zu wenig N reduziert den Ertrag - zu viel N erhöht das Lager- und Qualitätsrisiko erheblich. Düngefenster helfen, die Nachlieferung aus dem Boden abzuschätzen.
- Spurenelemente wie Mangan (Mn), Kupfer (Cu) und auch Bor (B) sind beim Hafer ein Thema und sollten bei Bedarf über das Blatt appliziert werden.
- Hafer ist eine konkurrenzstarke Kultur, die in vielen Fällen ohne Unkrautbekämpfung auskommt. Striegeln ist ab dem Bestockungsbeginn problemlos möglich.
- Hafer reagiert auf viele Herbizide sensibel, daher sollten nur schonende Produkte bis zum Ende der Bestockung eingesetzt werden.
- Bei den ertragsrelevanten Krankheiten dominiert meistens der Haferkronenrost.
- Viruserkrankungen wie Haferröte können durch Blattläuse übertragen werden, in der Regel sind jedoch eher Getreidehähnchen relevant und bekämpfungswürdig.
- Ertragskomponenten
- Rispen/m²: 320 - 450
- Kornzahl/Ähre: 45 - 60
- TKG: 30 - 40
Sommerhafersorten 2026
- Max: mittlere Reifezeit, kurze bis mittlere Strohlänge, mittlere Standfestigkeit, mittlere Anfälligkeit bei Blattkrankheiten, gleichmäßige Korn-/ Strohabreife, geringer Rohfasergehalt, hohes Hektolitergewicht, Bestandesaufbau, durchschnittliche Rispenanzahl (±400/ m²), mittlere bis hohe Kornzahl/ Rispe (50 - 55), TKG knapp mittel
- Enjoy: mittlere Reifezeit, langstrohig, mittlere Standfestigkeit, hohe Rostempfindlichkeit, mittlerer Rohfasergehalt, mittleres Hektolitergewicht; Bestandesaufbau: geringe bis mittlere Rispendichte, hohe bis sehr hohe Kornzahl/ Rispe, mittleres TKG
- Earl: frühreif, langstrohig, mittlere Standfestigkeit, durchschnittliche Blattgesundheit, mittlerer bis hoher Rohfasergehalt, hohes Hektolitergewicht; Bestandesaufbau: etwas überdurchschnittliche Rispendichte, mittlere bis hohe Kornzahl/ Rispe, TKG knapp unterdurchschnittlich
- Platin: hoher und stabiler Kornertrag, zügige Jugendentwicklung, frühe Reife, herausragende Strohstabilität, mit gleichmäßiger Korn-Stroh-Abreife, Toleranz gegenüber den wichtigsten Haferblattkrankheiten, Top-Hektolitergewicht, kombiniert mit einer guten Sortierung, gute Schälbarkeit bei geringem bis sehr geringem Spelzenanteil
Biokörnererbsen
Körnererbsen und Ackerbohnen haben als Sommerkulturen stark an Bedeutung verloren. Nur in der innerbetrieblichen Nutzung als Eiweißträger kann der Anbau derzeit mit der Sojabohne konkurrieren.
Körnererbsen haben sich in Kärnten aufgrund ihrer Boden- und Wasseransprüche besser als Ackerbohnen bewährt. Die Körnererbse bevorzugt leichte, gut erwärmbare Böden mit pH-Werten um 6 - 6,5. Eine gute Wasserführung ohne Stauhorizonte ermöglicht der Erbse die Entwicklung ihres sensiblen Wurzelsystems. Wie andere Leguminosen ist die Erbse auf die Symbiose mit den Knöllchenbakterien angewiesen.
In der Fruchtfolgegestaltung muss auf die speziellen Ansprüche der Erbse Rücksicht genommen werden, indem in den Vor- und Zwischenfrüchten der Anteil verwandter Kulturen (Wicken, Ackerbohnen, Futtererbsen) möglichst gering bleibt. Der Anbauabstand zu Sojabohnen spielt nach eigenen Erfahrungen offensichtlich keine bedeutende Rolle. Vor dem Erbsenanbau sollte auch versucht werden, durch den Anbau stark stickstoffzehrender Kulturen bzw. Zwischenfrüchte das N-Nachlieferungspotenzial zu reduzieren. Damit wird einerseits die Erbse "gezwungen", rasch eine Symbiose mit den Rhizobien zu beginnen, andererseits können damit N-liebende Unkräuter (Gänsefußarten, Amarant u. a.) leichter in Schach gehalten werden.
Körnererbsenanbau
Beim Anbau muss eine strikt strukturschonende Bodenbearbeitung durchgeführt werden. Die Aussaatmenge liegt rund um 100 Körner je m². Je günstiger die Bedingungen, desto eher kann bis auf 80 Körner reduziert werden, bei schlechteren Bedingungen sollte unter Umständen auf 120 Körner je m² erhöht werden.
Die Saattiefe beträgt zwischen 3 und 6 cm, wobei bei trockenen Verhältnissen tendenziell tiefer gesät werden muss (kapillarer Wasseranschluss). Auf allen steinreichen Böden wird das Anwalzen nach der Saat zur Pflichtaufgabe, um eine möglichst verlustarme Ernte auch bei Lagerung der Erbsen zu ermöglichen.
Die Unkrautbekämpfung in Körnererbsen wird im Idealfall vor dem Auflaufen der Erbsen erledigt (blind striegeln). Dabei kann die Striegeleinstellung aggressiv erfolgen, ohne Kulturschäden zu provozieren. Im Nachauflauf wird ein effektiver Striegeleinsatz durch die Verletzungsempfindlichkeit der Erbse erschwert.
Körnererbsen haben sich in Kärnten aufgrund ihrer Boden- und Wasseransprüche besser als Ackerbohnen bewährt. Die Körnererbse bevorzugt leichte, gut erwärmbare Böden mit pH-Werten um 6 - 6,5. Eine gute Wasserführung ohne Stauhorizonte ermöglicht der Erbse die Entwicklung ihres sensiblen Wurzelsystems. Wie andere Leguminosen ist die Erbse auf die Symbiose mit den Knöllchenbakterien angewiesen.
In der Fruchtfolgegestaltung muss auf die speziellen Ansprüche der Erbse Rücksicht genommen werden, indem in den Vor- und Zwischenfrüchten der Anteil verwandter Kulturen (Wicken, Ackerbohnen, Futtererbsen) möglichst gering bleibt. Der Anbauabstand zu Sojabohnen spielt nach eigenen Erfahrungen offensichtlich keine bedeutende Rolle. Vor dem Erbsenanbau sollte auch versucht werden, durch den Anbau stark stickstoffzehrender Kulturen bzw. Zwischenfrüchte das N-Nachlieferungspotenzial zu reduzieren. Damit wird einerseits die Erbse "gezwungen", rasch eine Symbiose mit den Rhizobien zu beginnen, andererseits können damit N-liebende Unkräuter (Gänsefußarten, Amarant u. a.) leichter in Schach gehalten werden.
Körnererbsenanbau
Beim Anbau muss eine strikt strukturschonende Bodenbearbeitung durchgeführt werden. Die Aussaatmenge liegt rund um 100 Körner je m². Je günstiger die Bedingungen, desto eher kann bis auf 80 Körner reduziert werden, bei schlechteren Bedingungen sollte unter Umständen auf 120 Körner je m² erhöht werden.
Die Saattiefe beträgt zwischen 3 und 6 cm, wobei bei trockenen Verhältnissen tendenziell tiefer gesät werden muss (kapillarer Wasseranschluss). Auf allen steinreichen Böden wird das Anwalzen nach der Saat zur Pflichtaufgabe, um eine möglichst verlustarme Ernte auch bei Lagerung der Erbsen zu ermöglichen.
Die Unkrautbekämpfung in Körnererbsen wird im Idealfall vor dem Auflaufen der Erbsen erledigt (blind striegeln). Dabei kann die Striegeleinstellung aggressiv erfolgen, ohne Kulturschäden zu provozieren. Im Nachauflauf wird ein effektiver Striegeleinsatz durch die Verletzungsempfindlichkeit der Erbse erschwert.
Körnererbsen: Sorten 2026
Für den Frühjahrsanbau stehen in Kärnten folgende Sorten zur Verfügung:
- Karacter: sehr rasche Jugendentwicklung, frühe Blüte, mittlere Reifezeit, sehr gute Standfestigkeit, Proteingehalt leicht überdurchschnittlich
- Lump: flotte Jugendentwicklung, mittelfrühe Blüte, mittlere Reifezeit, sehr gute Standfestigkeit, Proteingehalt überdurchschnittlich, optimaler Striegelzeitpunkt: Unkräuter im Keim- bis Zweiblattstadium, Erbse: beginnende Rankenbildung.
Ackerbohnen
Saatzeit
Die Ackerbohne soll möglichst früh, von März bis spätestens Anfang April, gesät werden, damit der hohe Keimwasserbedarf gedeckt werden kann. Strukturschäden sollten aber auf jeden Fall vermieden werden. Die Keimung erfolgt bereits bei 2 - 3 °C Bodentemperatur. Ackerbohnen sind bis -5 °C frostunempfindlich. Eine zu späte Saat führt zu üppigem vegetativem Wachstum mit geringerer Standfestigkeit.
Saatstärke
Dünnere Bestände bieten in der Regel einen besseren Lichteinfall für einen guten Hülsenansatz und eine bessere Standfestigkeit.
Die Ackerbohne soll möglichst früh, von März bis spätestens Anfang April, gesät werden, damit der hohe Keimwasserbedarf gedeckt werden kann. Strukturschäden sollten aber auf jeden Fall vermieden werden. Die Keimung erfolgt bereits bei 2 - 3 °C Bodentemperatur. Ackerbohnen sind bis -5 °C frostunempfindlich. Eine zu späte Saat führt zu üppigem vegetativem Wachstum mit geringerer Standfestigkeit.
Saatstärke
Dünnere Bestände bieten in der Regel einen besseren Lichteinfall für einen guten Hülsenansatz und eine bessere Standfestigkeit.
- Einzelkornsaat: 30 - 35 Körner/m²
- Drillsaat: 40 - 45 Körner/m²
- mittlere bis schwere Böden: 4 - 6 cm
- leichte Böden: 6 - 8 cm