Biohühnermast: Mit mehr Know-how zum Erfolg
In Kärnten findet aktuell rund die Hälfte der gesamten Biohühnermast Österreichs statt. Auch derzeit suchen alle heimischen Schlachtbetriebe nach neuen Hühnermästern.
Einen regelrechten Boom verzeichnete die Biogeflügelbranche ab dem Jahr 2013. Bis dahin galt die biologische Hühnermast noch als Nische innerhalb der Nische. In Kärnten produzierten lediglich rund zehn Betriebe mit insgesamt knapp 80.000 Mastplätzen Masthühner nach biologischen Richtlinien. Bis zum Jahr 2022 stieg die Zahl an Halter:innen auf rund 120 an, und auch die Zahl der Mastplätze vervielfachte sich auf über 1,2 Mio. Stück. In den vergangenen drei Jahren kam dieser Prozess teilweise zum Stocken. Hauptgründe dafür waren die stark gestiegenen Baukosten - um rund 30% im Vergleich zu 2020 - sowie das deutlich höhere Zinsniveau. Diese beiden Faktoren haben enormen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit dieses Betriebszweigs. Dem gegenüber stehen die positiven Marktaussichten - sowohl der inländische Konsum als auch jener im Ausland, vor allem in Deutschland, sind stetig gestiegen. Beide Märkte sind für die Kärntner Biohühnermastbetriebe in Abhängigkeit vom jeweiligen Kopf- bzw. Schlachtbetrieb von großer Bedeutung.
In den vergangenen Jahren nahm die Produktion weiter zu - so erweiterten einige bestehende Hühnermäster:innen ihre Haltungsanlagen, und einige neue Mäster kamen hinzu. Aufgrund der anhaltenden ungebrochenen großen Nachfrage nach biologischem Hühnerfleisch werden weiterhin neue Mastbetriebe gesucht.
Einen regelrechten Boom verzeichnete die Biogeflügelbranche ab dem Jahr 2013. Bis dahin galt die biologische Hühnermast noch als Nische innerhalb der Nische. In Kärnten produzierten lediglich rund zehn Betriebe mit insgesamt knapp 80.000 Mastplätzen Masthühner nach biologischen Richtlinien. Bis zum Jahr 2022 stieg die Zahl an Halter:innen auf rund 120 an, und auch die Zahl der Mastplätze vervielfachte sich auf über 1,2 Mio. Stück. In den vergangenen drei Jahren kam dieser Prozess teilweise zum Stocken. Hauptgründe dafür waren die stark gestiegenen Baukosten - um rund 30% im Vergleich zu 2020 - sowie das deutlich höhere Zinsniveau. Diese beiden Faktoren haben enormen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit dieses Betriebszweigs. Dem gegenüber stehen die positiven Marktaussichten - sowohl der inländische Konsum als auch jener im Ausland, vor allem in Deutschland, sind stetig gestiegen. Beide Märkte sind für die Kärntner Biohühnermastbetriebe in Abhängigkeit vom jeweiligen Kopf- bzw. Schlachtbetrieb von großer Bedeutung.
In den vergangenen Jahren nahm die Produktion weiter zu - so erweiterten einige bestehende Hühnermäster:innen ihre Haltungsanlagen, und einige neue Mäster kamen hinzu. Aufgrund der anhaltenden ungebrochenen großen Nachfrage nach biologischem Hühnerfleisch werden weiterhin neue Mastbetriebe gesucht.
Zusätzliches Einkommen
Die Biohühnermast bleibt allerdings trotz gestiegener Kosten ein wirtschaftlich hochinteressanter Betriebszweig. Er bietet insbesondere Nebenerwerbsbetrieben oder Betrieben mit freien Arbeitskapazitäten die Möglichkeit, ein stabiles Zusatzeinkommen zu generieren. Entscheidend für die Rentabilität ist eine realistische Einschätzung der Investitionskosten - insbesondere für den Stallbau. Wer diese Faktoren sorgfältig kalkuliert und sich ausreichend informiert, kann die Biohühnermast als zukunftsfähige Einkommensquelle erschließen. Neben den Investitionskosten spielt aber auch das Know-how des Betriebsleiters bzw. der Betriebsleiterin eine wichtige Rolle. So sind gute Mastleistungen und gesunde Herden für eine erfolgreiche Betriebsführung essenziell. Dafür sind zum Großteil das Geschick, die Erfahrung und das Wissen des Betriebsleiters bzw. der Betriebsleiterin bezüglich des Herdenmanagements entscheidend. Ein weiterer wichtiger Faktor ist das genaue Beobachten der Herde und rasches Reagieren im Krankheitsfall.
Umfassende Beratung
Für Betriebe, die vor Kurzem in die Hühnermast eingestiegen sind oder dies in Kürze vorhaben, bieten das Biozentrum Kärnten (Umstiegs- und Richtlinienberatung) sowie die LK Kärnten (Bauberatung, Steuer- und Sozialrecht u. v. m.) ein umfassendes Beratungsangebot an, welches alle mit dem Einstieg in die Hühnermast verbundenen Fragestellungen behandelt.
Aufgrund des aktuell herrschenden regen Interesses an der Biohühnermast in den letzten Monaten und hohen Zahl an Neubetrieben und Interessenten bietet das Biozentrum Kärnten in Kooperation mit dem LFI Kärnten eine eigene Weiterbildungsreihe speziell für Neueinsteiger in die Hühnermast an.
Aufgrund des aktuell herrschenden regen Interesses an der Biohühnermast in den letzten Monaten und hohen Zahl an Neubetrieben und Interessenten bietet das Biozentrum Kärnten in Kooperation mit dem LFI Kärnten eine eigene Weiterbildungsreihe speziell für Neueinsteiger in die Hühnermast an.
Weiterbildungsreihe: Einstieg in die Hühnermast
Anmeldung und Information: Biozentrum Kärnten, 0463/58 50-54 00, kaernten@bio-austria.at
Teil 1: Management und Wirtschaftlichkeit
Teil 2: Marktentwicklungen und Biorichtlinien für Neueinsteiger
Teil 3: Tiergesundheit und Fütterung
Teil 1: Management und Wirtschaftlichkeit
Teil 2: Marktentwicklungen und Biorichtlinien für Neueinsteiger
Teil 3: Tiergesundheit und Fütterung