Bäuerinnen – regional verwurzelt, international vernetzt
Die Kärntner Bäuerinnen reisten nach Vorarlberg, um am dreitägigen Bundesbäuerinnentag teilzunehmen und das „Ländle“ näher kennenzulernen. Unterwegs besichtigten sie die barocke Stiftskirche in Stams. Das beeindruckende Zisterzienserkloster aus dem 13. Jahrhundert zählt zu den bedeutendsten Kulturschätzen Tirols und liegt in unmittelbarer Nachbarschaft der Skischule Stams. In Feldkirch empfingen die Vorarlberger Bäuerinnen die Kärntnerinnen mit einem exklusiven Eierlikör. Zur Freude und Überraschung aller waren zwei Kärntnerinnen darunter, die der Liebe wegen nach Vorarlberg gezogen waren. Neben dem einzigen Frauenmuseum in Hittisau beeindruckte der Dornerhof im Bregenzerwald die Kärntnerinnen besonders. Dieser ist nicht allein ein Bauernhof, sondern ein Ort, an dem nachhaltige Landwirtschaft, Tourismus und soziales Engagement gelebt werden.
„In da Mölltalleiten … “
Im Rahmen des Länderabends begrüßte ein eigens gegründeter Bäuerinnenchor die Gäste mit Liedern aus dem jeweiligen Land. „Gänsehautfeeling“ pur machte sich breit, als die Vorarlbergerinnen für die Kärntnerinnen „In da Mölltalleiten …“ anstimmten. In dieser Sekunde fühlten sich alle 700 Bäuerinnen Österreichs so richtig angekommen. Die Landesbäuerin Esther Bitschnau und die Geschäftsführerin der Bäuerinnen Vorarlbergs Daniela Keßler-Kirchmaier führten gekonnt durch den Abend. Ein besonderer Tag war es auch für jene Bäuerinnen und Bauern, die seit dem Bundesbäuerinnentag 2024 den Zertifikatslehrgang „ZAMm unterwegs“ besucht haben.
Bundesminister Norbert Totschnig und Bundesbäuerin Irene Neumann-Hartberger überreichten den stolzen Absolventinnen nun die Abschlussurkunden. „Im heurigen Internationalen Jahr der Bäuerinnen müssen die Rolle und die Herausforderungen von Frauen in der Land- und Forstwirtschaft verstärkt in den Mittelpunkt rücken“, sagte die Bundesbäuerin. Minister Totschnig hob die Bedeutung von Frauen in Sachen Innovation und Zukunft der Betriebe hervor, kündigte entsprechende Maßnahmen an und verwies auf die derzeit laufende Bäuerinnenstudie 2026. Entscheidend für die Zukunft der Frauen in der Landwirtschaft sind Anerkennung, faire Bezahlung und Chancengleichheit. „Die Schließung der Geschlechterlücke in Agrar- und Lebensmittelsystemen kann dazu beitragen, die Ernährungsunsicherheit zu verringern und das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) zu steigern“, erläuterte der Direktor der FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen) Raschad Al-Khafaji. Brigitte Gruber von der Fachakademie Mondsee ist davon überzeugt, dass man die ersten 60 Minuten des Tages ohne Handy auskommen müsse und man sich jeden Tag fragen sollte: „Was hat mich heute schon begeistert?“
Bundesminister Norbert Totschnig und Bundesbäuerin Irene Neumann-Hartberger überreichten den stolzen Absolventinnen nun die Abschlussurkunden. „Im heurigen Internationalen Jahr der Bäuerinnen müssen die Rolle und die Herausforderungen von Frauen in der Land- und Forstwirtschaft verstärkt in den Mittelpunkt rücken“, sagte die Bundesbäuerin. Minister Totschnig hob die Bedeutung von Frauen in Sachen Innovation und Zukunft der Betriebe hervor, kündigte entsprechende Maßnahmen an und verwies auf die derzeit laufende Bäuerinnenstudie 2026. Entscheidend für die Zukunft der Frauen in der Landwirtschaft sind Anerkennung, faire Bezahlung und Chancengleichheit. „Die Schließung der Geschlechterlücke in Agrar- und Lebensmittelsystemen kann dazu beitragen, die Ernährungsunsicherheit zu verringern und das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) zu steigern“, erläuterte der Direktor der FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen) Raschad Al-Khafaji. Brigitte Gruber von der Fachakademie Mondsee ist davon überzeugt, dass man die ersten 60 Minuten des Tages ohne Handy auskommen müsse und man sich jeden Tag fragen sollte: „Was hat mich heute schon begeistert?“
Forderungen
Die Forderungen der Bundesbäuerin Irene Neumann-Hartberger wie auch der Bäuerinnenvertreterinnen von Südtirol und der Schweiz sind: Sichtbarkeit der unsichtbaren Leistungen, mehr Mitbestimmung und Gleichstellung, ausreichend soziale Absicherung, faire Preise, weniger Bürokratie, bessere Förderzugänge sowie mehr Bildung in Recht, Finanzen und Digitalisierung. Auch Gesundheit und Care-Arbeit müssen stärker berücksichtigt werden.
Zertifikate
Folgende ZAMm-Teilnehmerinnen erhielten das Zertifikat:
Elisabeth Buchacher, Hermagor | Barbara Duschnig, Villach | Reinhard Gesson, Völkermarkt | Mathilde Goltschnig, St. Veit | Margreth Kelz, Spittal | Annemarie Krametter, St. Veit | Lisa Linder, Villach | Anita Obernosterer, Spittal | Birgit Ortner, Villach | Wilhelm Popatnig, Hermagor | Madlen Rabitsch, Villach | Michael Schnabl, Villach
Herzliche Gratulation!
Elisabeth Buchacher, Hermagor | Barbara Duschnig, Villach | Reinhard Gesson, Völkermarkt | Mathilde Goltschnig, St. Veit | Margreth Kelz, Spittal | Annemarie Krametter, St. Veit | Lisa Linder, Villach | Anita Obernosterer, Spittal | Birgit Ortner, Villach | Wilhelm Popatnig, Hermagor | Madlen Rabitsch, Villach | Michael Schnabl, Villach
Herzliche Gratulation!