Agrardiesel kehrt zurück: wichtiger Schritt für Landwirtschaft
Die Wiedereinführung der Agrardieselvergütung im Doppelbudget 2027/28 sorgt für ein wichtiges Signal an die heimische Land- und Forstwirtschaft. Pro Jahr stehen jeweils 50 Mio. Euro zur Verfügung. Ziel ist es, die stark gestiegenen Betriebsmittelkosten, insbesondere für Treibstoff und Dünger, zumindest teilweise abzufedern und die Wettbewerbsfähigkeit der bäuerlichen Betriebe zu sichern. Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig bezeichnet die Einigung als „spürbaren Ausgleich“ für die aktuell hohe Kostenbelastung. Gerade Diesel bleibt in der landwirtschaftlichen Praxis weiterhin wichtig, da ein Großteil der Maschinen derzeit damit betrieben wird. Alternative Antriebssysteme befinden sich zwar in Entwicklung, sind aber bislang weder ausreichend verbreitet noch wirtschaftlich tragfähig. Gleichzeitig zählen die Treibstoffpreise für landwirtschaftliche Betriebe in Österreich aktuell zu den zweithöchsten innerhalb der Europäischen Union.
Auch LKÖ-Präsident Josef Moosbrugger bewertet die Wiedereinführung des Agrardiesels als wichtigen Schritt zur Herstellung fairer Wettbewerbsbedingungen im europäischen Umfeld. Die heimischen Betriebe seien zuletzt deutlich benachteiligt gewesen. Dennoch verweist Moosbrugger auf die weiterhin großen Herausforderungen für die Landwirtschaft: steigende Energie- und Betriebsmittelkosten, zunehmende bürokratische Anforderungen sowie eine sich weiter öffnende Preis-Kosten-Schere. Öffentliche Unterstützungsmaßnahmen könnten diese Entwicklung nur teilweise abfedern, weshalb auch eine entsprechende Entwicklung der Erzeugerpreise notwendig sei.
Bekenntnis zur Landwirtschaft
Für die Landwirtschaftskammer Kärnten ist die Maßnahme ein Bekenntnis zur Unterstützung der bäuerlichen Familienbetriebe. LK-Präsident Siegfried Huber begrüßt die Entscheidung ausdrücklich. Die Wiedereinführung der Agrardieselvergütung sei ein wichtiger und längst notwendiger Schritt und die Erfüllung einer langjährigen Forderung: „Die Bäuerinnen und Bauern stehen massiv unter Druck, insbesondere durch die stark gestiegenen Kosten für Energie, Treibstoffe und Betriebsmittel. Diese Entlastung trägt dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe im europäischen Vergleich zu stärken und die heimische Lebensmittelproduktion abzusichern.“
Mit der Agrardieselvergütung setzt die Bundesregierung ein Signal zur Stabilisierung der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe. Gleichzeitig bleibt die weitere Entwicklung der Märkte sowie der agrarpolitischen Rahmenbedingungen auf europäischer Ebene von zentraler Bedeutung, um den Betrieben Perspektiven zu sichern und die Versorgung mit regionalen Lebensmitteln nachhaltig zu gewährleisten.
Mit der Agrardieselvergütung setzt die Bundesregierung ein Signal zur Stabilisierung der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe. Gleichzeitig bleibt die weitere Entwicklung der Märkte sowie der agrarpolitischen Rahmenbedingungen auf europäischer Ebene von zentraler Bedeutung, um den Betrieben Perspektiven zu sichern und die Versorgung mit regionalen Lebensmitteln nachhaltig zu gewährleisten.