Mais - Nährstoffe zum richtigen Zeitpunkt

1| Stickstoff
Nach der Saat entwickelt sich der Mais langsam. Hohe Düngemengen zur Saat können also nicht optimal genutzt werden. Praxisüblich ist eine Zwei- bis Dreiteilung der Düngung, nämlich vor dem Anbau, zur Saat als Unterfußdüngung und im Drei- bis Fünfblatt-Stadium. Die Stickstoffdüngemengen, in Abhängigkeit der Ertragslage, entnehmen sie aus Tabelle 1. Eine zu späte Stickstoffgabe führt zu einer verspäteten Abreife. In weiterer Folge fördert eine späte Abreifung die Gefahr einer Kolbenverpilzung und vermindert dadurch die Qualität.
Den höchsten Nährstoffbedarf hat der Mais im Zeitraum des Achtblatt-Stadium bis zum Eintrocknen der Narbenfäden. Deshalb ist sicherzustellen, dass der Maispflanze die Nährstoffe zeitgerecht zu Verfügung stehen. In Tabelle 2 sehen sie die prozentuale Nährstoffaufnahme der Maispflanze im Wachstumsverlauf.
Den höchsten Nährstoffbedarf hat der Mais im Zeitraum des Achtblatt-Stadium bis zum Eintrocknen der Narbenfäden. Deshalb ist sicherzustellen, dass der Maispflanze die Nährstoffe zeitgerecht zu Verfügung stehen. In Tabelle 2 sehen sie die prozentuale Nährstoffaufnahme der Maispflanze im Wachstumsverlauf.
2| Phosphor
Phosphat ist wichtig für die rasche Jugendentwicklung und die Ertragsbildung. Da Mais ein geringes P-Aneignungsvermögen hat, muss der Phosphatdünger in ausreichender pflanzenverfügbarer Menge, angepasst an den Phosphorversorgungsgrad der Böden und gut verteilt in der durchwurzelten Krume ausgebracht werden.
3| Kali
Mais hat einen hohen Kalibedarf und auf Standorten mit tonigen Böden kann es zu einer Kalifixierung kommen.
Eine ausreichende Kaliversorgung ist wichtig, denn sie ist unersetzlich für die Bildung von Stärke und Zucker im Maiskorn, sie erhöht die Standfestigkeit und die Widerstandsfähigkeit gegen Stängelfusariose und begünstigt die volle Kolbenausbildung.
Eine ausreichende Kaliversorgung ist wichtig, denn sie ist unersetzlich für die Bildung von Stärke und Zucker im Maiskorn, sie erhöht die Standfestigkeit und die Widerstandsfähigkeit gegen Stängelfusariose und begünstigt die volle Kolbenausbildung.
4| Schwefel
Schwefel (S) und Stickstoff (N) wirken in der Pflanze gemeinsam. Daher sollten beide vorliegen, sonst droht eine geringere Stickstoff-Ausnutzung und das Ertragspotenzial wird nicht ausgeschöpft. Der Schwefelbedarf liegt bei 15 bis maximal 50 kg/ha. Schwefel sollte gemeinsam mit Stickstoff gegeben werden, beispielsweise mit schwefelhaltigen Düngern wie Ammonsulfat, Vollkorn plus S.
Eine Versorgung von Schwefel durch Wirtschaftsdünger kann schwer erreicht werden, da der durchschnittliche Schwefelgehalt in Gülle rund 10% vom Stickstoffgehalt beträgt, der Schwefel in organischer Form in der Gülle vorliegt und erst im Boden in die pflanzenverfügbare Sulfatform umgewandelt werden muss.
Eine Versorgung von Schwefel durch Wirtschaftsdünger kann schwer erreicht werden, da der durchschnittliche Schwefelgehalt in Gülle rund 10% vom Stickstoffgehalt beträgt, der Schwefel in organischer Form in der Gülle vorliegt und erst im Boden in die pflanzenverfügbare Sulfatform umgewandelt werden muss.
5| Kalzium
Neben Stickstoff, Phosphor und Kalium sollte auch auf Kalzium nicht vergessen werden. Kalk ist ein Strukturdünger. Durch eine ausreichende Kalkzufuhr wird die Bildung einer stabilen Krümelstruktur unterstützt - es entsteht eine tragfähige, feinporige Kartenhausstruktur. Weiters werden dadurch im Boden schädliche Aluminiumionen gebunden und die Phosphat- und Molybdänverfügbarkeit erhöht.
Der optimale pH-Wert für Mais liegt zwischen 6 und 6,5. Unter einem pH von 4 kann der Mais kaum überleben, da hier die für die Maiswurzeln giftigen Aluminiumionen in Lösung gehen. Ist der pH-Wert zu hoch, wird Phosphor als Kalziumphosphat fixiert und die Verfügbarkeit von Zink und Bor wird reduziert.
Eine regelmäßige Erhaltungskalkung zwischen 400 und 600 kg Calciumoxid (CaO) pro Hektar und Jahr verhindern ein Absinken des pH-Wertes.
Die beste Möglichkeit den pH-Wert des Bodens zu erfahren, ist die Bodenuntersuchung. Diese soll alle vier bis fünf Jahre gemacht werden.
Wann die Kalkung durchgeführt werden soll, ist nach arbeitswirtschaftlichen Gesichtspunkten zu beurteilen. Wichtig ist nur, dass der Kalk nach der Ausbringung nicht vergraben (eingepflügt) wird, sondern im Oberboden eingemischt wird.
Der optimale pH-Wert für Mais liegt zwischen 6 und 6,5. Unter einem pH von 4 kann der Mais kaum überleben, da hier die für die Maiswurzeln giftigen Aluminiumionen in Lösung gehen. Ist der pH-Wert zu hoch, wird Phosphor als Kalziumphosphat fixiert und die Verfügbarkeit von Zink und Bor wird reduziert.
Eine regelmäßige Erhaltungskalkung zwischen 400 und 600 kg Calciumoxid (CaO) pro Hektar und Jahr verhindern ein Absinken des pH-Wertes.
Die beste Möglichkeit den pH-Wert des Bodens zu erfahren, ist die Bodenuntersuchung. Diese soll alle vier bis fünf Jahre gemacht werden.
Wann die Kalkung durchgeführt werden soll, ist nach arbeitswirtschaftlichen Gesichtspunkten zu beurteilen. Wichtig ist nur, dass der Kalk nach der Ausbringung nicht vergraben (eingepflügt) wird, sondern im Oberboden eingemischt wird.
6| Stickstoffgaben
Eine Stickstoffgabe berechnet ab Lager von mehr als 100 kg Nitrat-N, Ammonium-N oder Amid-N je Hektar und Jahr aus Mineraldüngern sowie mehr als 100 kg Ammonium je Hektar und Jahr aus Wirtschaftsdüngern und sonstigen organischen Düngern ist zu teilen. Ausgenommen von der Gabenteilung sind stickstoffhaltige Düngemittel mit physikalisch oder chemisch verzögerter Stickstofffreisetzung (stabilisierter Harnstoff) und Stickstoffgaben bei Hackfrüchten und Gemüsekulturen, wenn der Boden eine mittlere bis hohe Sorptionskraft - das heißt einen mehr als 15%igen Tonanteil - aufweist.
Düngung und Pflanzenschutz entlang Oberflächengewässer (GLÖZ 4)
Die Stickstoffdüngeabstandsregelungen zu Gewässer sind in Tabelle 3 angeführt.
Düngung und Pflanzenschutz entlang Oberflächengewässer (GLÖZ 4)
- Auf landwirtschaftlich genutzten Flächen, die direkt an Gewässer angrenzen, ist bei der Ausbringung von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln ein Abstand von 3 m entlang aller Gewässer einzuhalten.
- Auf landwirtschaftlich genutzten Flächen entlang von Gewässern, die laut nationalem Gewässerbewirtschaftungsplan einen "mäßigen", "unbefriedigenden" oder "schlechten" ökologischen Zustand aufgrund von stofflicher Belastung gemäß EU-Wasserrahmenrichtlinie (RL 2000/60/EG) aufweisen, ist auf einer Breite von
- mindestens 10 m zu stehenden Gewässern und
- mindestens 5 m zu Fließgewässern, ein bewachsener Pufferstreifen anzulegen.
Die Stickstoffdüngeabstandsregelungen zu Gewässer sind in Tabelle 3 angeführt.